Falschgeld
auf dem Weg nach Bayern
Zwei Falschgeldfälle,
in denen bulgarische Staatsangehörige gefasst wurden, beschäftigen
zurzeit das Bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft
bei dem Landgericht Nürnberg-Fürth.
Fall 1:
Ermittlern gelang jetzt die Festnahme von zwei Bulgaren (37 und
45 Jahre alt) auf einem Parkplatz im Fürther Osten. In einer
Plastiktüte hatten die Männer gefälschte Euro-Fünfziger
im Nennwert von 10.000 Euro bei sich. Bei dem Duo entdeckten die
Fahnder darüber hinaus falsche 100-US-Dollarnoten im Volumen
von 20.000 Dollar. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Fürth
hat gegen die Festgenommenen inzwischen Haftbefehle erlassen.
Fall 2:
Drei Tage später waren es zwei aus Nürnberg kommende Bulgaren
(32 und 35 Jahre alt), die auf dem Autobahn-Rastplatz Holledau (Landkreis
Pfaffenhofen/Ilm) kontrolliert wurden. Im Gepäck der Männer
fanden die Beamten ebenfalls gefälschte Euro-Fünfziger
im Nennwert von 7.500 Euro. Gegen Beide erließ der Ermittlungsrichter
des Amtsgerichts Neuburg/Donau ebenfalls Haftbefehle.
Die Qualität der falschen Euro-Fünfziqer ist nach Auffassung
der Falschgeld-Experten überdurchschnittlich gut. Es handelt
sich um Kopie-Fälschungen, die für den Laien am ehesten
daran zu erkennen sind, dass sich die Farbe der großen Wertzahl
115011 (rechts unten auf der Rückseite) bei der Kippbewegung
nicht verändert. Bei echten Banknoten von 50 Euro aufwärts
wechselt die Wertzahl-Farbe von lila bis olivgrün.
Es ist zu befürchten, dass die vier Männer
nicht die einzigen Bulgaren mit Falschgeld auf dem Weg nach Bayern
sind. Deshalb: Dringende Warnung.